"Die Revolution kommt": Das sind die heißesten Wetten an der Wall Street // Rainer Zitelmann
Während Europa Flaschendeckel reguliert, parkt Elon Musk Raketen rückwärts ein – und SpaceX bereitet den größten IPO der Geschichte vor. Dr. Rainer Zitelmann hat zwei Jahre recherchiert, über 100 Bücher gelesen und mit NASA-Insidern gesprochen, um eine provokante These zu untermauern: Ohne Privateigentum im Weltraum wird es keine funktionierende Wirtschaft auf dem Mars geben. Asteroiden mit mehr Platin-Wert als das Welt-BIP, Rechenzentren im Orbit, eine Million Menschen auf dem Mars – ist das die größte Chance der Menschheit oder nur Science-Fiction für Milliardäre? Und warum sind die ökonomischen Anreize entscheidender als die Technologie selbst?
Kernaussagen
SpaceX hat 2024 mehr Raketenstarts durchgeführt (165) als alle anderen Länder zusammen – Europa kam auf nur 8 Starts, während die neuseeländische Firma Rocketlab 21 schaffte.
Der Weltraumvertrag von 1967 verbietet Staaten die Aneignung von Himmelskörpern, lässt aber eine rechtliche Grauzone für private Akteure – der Artemis Accord mit 60 Unterzeichnern erlaubt nun implizit die Aneignung von Ressourcen.
Das NASA Space Shuttle kostete 1–1,5 Milliarden Dollar pro Flug statt der geplanten 5–10 Millionen – ein Beispiel für staatliches Versagen durch falsche Anreize (Cost-Plus-System) und politische Einmischung.
Musk hat die Launch-Kosten um 95 % gesenkt (von 57.000 auf unter 1.000 Dollar pro Kilogramm) und plant weitere 90 % Reduktion – die Wiederverwendbarkeit der Falcon 9 (bereits 32-mal geflogen) ist der Schlüssel.
Asteroiden wie Psyche enthalten Platin im Wert des gesamten Welt-BIP; Rechenzentren im Weltraum, Terraforming des Mars und Wasser als Raketentreibstoff sind keine Science-Fiction mehr, sondern konkrete Business-Modelle.
Kurzgesagt
Weltraumkapitalismus ist keine Utopie mehr – SpaceX hat die Launch-Kosten um 95 % gesenkt, Asteroiden-Bergbau wird rechtlich möglich, und der kommende SpaceX-IPO könnte die größte Investmentchance einer Generation sein. Ohne Privateigentum im All scheitert die Vision, genau wie staatliche Raumfahrt 50 Jahre lang gescheitert ist.
Europa reguliert Flaschendeckel, Amerika parkt Raketen rückwärts
SpaceX dominiert die Raumfahrt, Europa ist abgehängt – die Zahlen sind brutal.
Warum staatliche Raumfahrt 50 Jahre lang versagt hat
Das Space Shuttle kostete 1,5 Milliarden pro Flug – NASA-Beamte diktierten jedes Detail.
Nach der Mondlandung 1969 mobilisierte die USA 4,5 % des BIP für Apollo – heute sind es nur 0,4 %. Das Space Shuttle sollte 5–10 Millionen Dollar pro Flug kosten, endete aber bei 1–1,5 Milliarden. Der Grund: Das «Cost-Plus-System» erlaubte privaten Auftragnehmern wie Boeing, auf ihre Kosten 8–10 % Gewinn aufzuschlagen – je teurer, desto profitabler. Die NASA schrieb bis ins Detail vor, wie Raketen gebaut werden, wer eingestellt wird, welche Subunternehmer beteiligt sind. Das Ergebnis war planwirtschaftliche Ineffizienz.
Von 2011 bis 2020 mussten US-Astronauten bei den Russen mitfliegen – eine Demütigung für das Land, das den Wettlauf zum Mond gewonnen hatte. Russland nutzte sein Monopol gnadenlos aus und erhöhte die Preise bei jedem Flug. Erst 2020 brachte SpaceX als erstes privates Unternehmen Menschen zur ISS – ein «Hail Mary»-Versuch der NASA, der funktionierte, weil Musk nicht nach Cost-Plus arbeitete, sondern nach Festpreis. Die NASA-Beamten spotteten noch über die «privaten Raketenliebhaber», bis SpaceX bewies, dass Kapitalismus im Weltraum funktioniert.
Die Musk-Revolution: 95 % billiger, 32-mal wiederverwendbar
«Wer im Weltraum gewinnt, ist überall erster»
Lyndon Johnson im Kalten Krieg – heute geht es um China, Asteroiden und Überleben.
“Die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber man kann nicht immer in der Wiege bleiben.”
Warum Privateigentum im Weltraum unverzichtbar ist
Ohne Eigentumsrechte keine Investoren, keine Siedler, keine funktionierende Wirtschaft – wie Nordkorea im All.
Der Weltraumvertrag von 1967 verbietet Staaten die Aneignung von Himmelskörpern, sagt aber nichts über Privatpersonen. Juristen streiten: Was ein Staat nicht darf, dürfen Private erst recht nicht – oder ist alles erlaubt, was nicht verboten ist? Diese Rechtsunsicherheit lähmt Investitionen. Zitelmanns Kernthese: Eine Million Menschen auf dem Mars (Musks Ziel) oder auch nur 10.000 (Zubrins Ziel) brauchen eine funktionierende Wirtschaft. Keine Wirtschaft auf der Erde funktioniert ohne Privateigentum – außer Nordkorea.
Sein Vorschlag: Musk könnte eine Fläche so groß wie Singapur auf dem Mars in Besitz nehmen (0,0005 % der Marsoberfläche) und als REIT an die Börse bringen. Investoren kaufen Anteile in der Hoffnung auf künftige Erträge – aber schon vorher entsteht spekulativer Handel, wie bei Gold oder Bitcoin. Asteroiden könnten ebenfalls als REITs handelbar werden. Der Artemis Accord (60 Länder) erlaubt implizit die Aneignung von Ressourcen, aber nicht von Land – Zitelmann fordert den nächsten Schritt. Länder wie Luxemburg haben bereits fortschrittliche Weltraumgesetze erlassen, die USA ebenfalls. Europa reguliert lieber 144 Paragraphen.
Asteroiden-Bergbau: Mehr Platin als das Welt-BIP
Psyche enthält Billionen an Platin – und 3.800 erdnahe Asteroiden warten.
Die Space Economy existiert bereits – wir merken es nur nicht
Ohne Satelliten kein GPS, kein Internet, keine Finanztransaktionen – die Welt würde kollabieren.
Die Space Economy existiert bereits – wir merken es nur nicht
Zitelmann demonstriert live mit ChatGPT: Was passiert, wenn alle Satelliten ausfallen? GPS weg, Navigation weg, Finanztransaktionen gestört (Zeitmessung), Internet und TV zusammengebrochen, Wettervorhersage blind, Militär und Katastrophenschutz lahmgelegt. «Wir sind heute schon total abhängig davon», sagt Zitelmann. Die nächste Stufe: Rechenzentren im Orbit (Musk beantragte 1 Million Satelliten), Mondstation als Basis für Marsflüge, Terraforming in 200 Jahren.
SpaceX IPO: Der größte Börsengang der Geschichte
Geplant für Juni 2025 – KGV von mehreren hundert, aber Vergleich mit Tesla.
Der SpaceX-IPO könnte im Juni 2025 kommen – sofern Trump keine neuen Zollkapriolen startet. Zitelmann, der normalerweise nie bei IPOs zeichnet («ich bin nicht klüger als Warren Buffett»), gibt zu, dass das Timing für sein Buch perfekt ist. Drei große US-Verlage bewarben sich um die englische Ausgabe, weil alle auf den IPO spekulieren. Das KGV wird vermutlich im hohen dreistelligen Bereich liegen – aber Tesla hatte auch jahrelang kein KGV, das Sinn ergab.
Zitelmann selbst bleibt bei seiner passiven Strategie: ETFs, Gold seit 2004, Berliner Immobilien seit 25 Jahren. «99,99 % der Zeit nichts machen» ist sein Motto. Aber er räumt ein: «Vielleicht liege ich falsch. Es könnte sein, dass ich mein Wissen nicht richtig für Investments nutze.» Andere werden das Buch lesen und ihre Schlüsse ziehen. Fonds, die in Raumfahrt-Unternehmen investieren, gibt es bereits – REITs auf Mars-Grundstücke und Asteroiden könnten folgen.
Erwähnte Wertpapiere
Personen
Glossar
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