Trump untergräbt Erholung | Nike und RH schwach.
Nach einer 1.000-Punkte-Rally im Dow folgt der Kater: Donald Trumps Kommunikationschaos zum Iran-Konflikt wirbelt die Märkte erneut durcheinander. Binnen 24 Stunden widersprach der US-Präsident seinen eigenen Aussagen mehrfach – von «Rückzug aus dem Irankrieg» bis zur erneuten Forderung, die Straße von Hormus zu öffnen. Während Funstrat-Analyst Mark Newton warnt, das finale Tief sei noch nicht erreicht, zeigen erste Quartalszahlen aus dem Einzelhandel eine beunruhigende Schwäche. Kann die technische Erholung halten, oder steht den Märkten in den nächsten Wochen ein weiterer Test der Tiefstände bevor?
Kernaussagen
Donald Trump widersprach sich innerhalb von 24 Stunden mehrfach zum Iran-Konflikt – erst Ankündigung des Rückzugs, dann neue Forderungen zur Öffnung der Straße von Hormus. Die Ölmärkte reagieren verhaltener als die Aktienmärkte auf die vermeintliche Entspannung.
Funstrat-Analyst Mark Newton erwartet ein erneutes Abtauchen des S&P 500 auf 6.200–6.300 Punkte innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen, bevor eine nachhaltige Gegenbewegung einsetzen kann.
Nike verfehlt die Umsatzprognosen deutlich und wird auf breiter Front herabgestuft – die Region China und Nahostturbulenzen belasten. Auch RH (Restoration Hardware) senkt die Jahresprognose deutlich.
Wells Fargo betont, dass die Kapitalzuflüsse in US-Aktien trotz des externen Schocks positiv geblieben sind – im Gegensatz zu früheren Krisen wie Covid, 2022 oder Liberation Day fehlen Zeichen von Panik.
Tech-Werte erhalten teilweise positive Analystenstimmen: AMD, Crowdstrike, Microsoft und ServiceNow werden als langfristige Kaufgelegenheiten nach den jüngsten Kursverlusten eingestuft.
Kurzgesagt
Trotz gestrigem Kursfeuerwerk bleibt die Lage fragil: Trump inszeniert Chaos statt Strategie, Einzelhandelswerte enttäuschen auf breiter Front, und Techniker erwarten einen erneuten Test der 6.200er-Marke im S&P 500 binnen zwei Wochen.
Trumps Kommunikationschaos erschüttert Märkte erneut
Widersprüchliche Aussagen zum Iran innerhalb von 24 Stunden verunsichern Anleger.
Gestern feierte der Dow Jones ein Plus von über 1.000 Punkten, nachdem Donald Trump ankündigte, sich aus dem Iran-Konflikt zurückzuziehen – selbst wenn die Straße von Hormus geschlossen bleibe. Der Ölpreis fiel nur moderat (WTI -0,8%, Brent -3%), während die Aktienmärkte deutlich stärker reagierten. Doch heute morgen folgte ein neuer Post: Trump behauptet, Irans «neuer Präsident» habe um einen Waffenstillstand gebeten, gleichzeitig werde die Öffnung der Straße von Hormus zur Bedingung gemacht. Die Aussage von gestern – Rückzug unabhängig von Hormus – wurde damit faktisch kassiert.
Die Wettmärkte zeigen eine verhaltene Reaktion: Polymarket gibt die Wahrscheinlichkeit für Frieden bis Ende Mai mit nur 53% an, bis Ende April sogar nur 36%. Der WTI-Ölpreis notiert heute morgen wieder bei 100 Dollar. Für heute Abend 21 Uhr (deutscher Zeit) hat Trump eine Ansprache an die Nation angekündigt – die Erwartung: Er wird das Chaos als Erfolg verkaufen und behaupten, alle Ziele erreicht zu haben. Die Ironie: China und Pakistan arbeiten bereits an einem Friedensvorschlag – ausgerechnet jene Mächte, die Trump zuvor mit Panama-Kanal-Drohungen und Venezuela-Interventionen vor den Kopf gestoßen hat.
Technische Warnung: Finales Tief noch nicht erreicht
Mark Newton erwartet Rückfall auf 6.200–6.300 Punkte im S&P 500.
Technische Warnung: Finales Tief noch nicht erreicht
Trotz der gestrigen Rally mahnt Fundstrat-Analyst Mark Newton zur Vorsicht: Der S&P 500 befinde sich weiterhin in einem kurzfristigen Abwärtstrend. Ein finaler Test der 6.200–6.300er-Zone innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen sei wahrscheinlich, bevor eine nachhaltige Basis für eine Sommerrally geschaffen werde. Seine Empfehlung: Diversifikation in defensive Sektoren wie Stromversorger, Energie, Telekom und Pharma.
Wirtschaftsdaten besser als erwartet – aber Vorsicht geboten
Februar-Daten zeigen Stärke, doch März-Realität könnte anders aussehen.
Nike und RH: Einzelhandelswerte brechen ein
Tech-Sektor: Selektive Kaufempfehlungen nach Kursverlusten
Palantir: Bewertung auf Perfektion getrimmt
Analyst warnt: Aktie braucht 60–70% jährliches Umsatzwachstum zur Rechtfertigung.
Palantir: Bewertung auf Perfektion getrimmt
Benchmark stuft Palantir nur mit «Halten» ein. Die Begründung: Die Bewertung sei mittelfristig auf Perfektion ausgelegt. Um das aktuelle Kursniveau zu halten, müsste das Unternehmen eine jährliche Umsatzwachstumsrate von mindestens 60 bis 70% ausweisen – eine extrem hohe Hürde.
Keine Panik in den Kapitalströmen – historische Anomalie
Wells Fargo: Anders als bei früheren Schocks fliehen Anleger nicht.
Wells Fargo hebt eine bemerkenswerte Anomalie hervor: In den letzten vier Wochen (März/April) waren die Kapitalzuflüsse in US-Aktien-ETFs und Fonds positiv – trotz des Iran-Konflikts und massiver Kursverluste. Das unterscheidet die aktuelle Situation deutlich von früheren externen Schocks wie dem Liberation Day, dem Bärenmarkt 2022, der Covid-Pandemie oder anderen großen Krisen. Normalerweise sehen Analysten bei solchen Ereignissen einen deutlichen Rückzug der Anleger. Diesmal fehlen die Zeichen von Panik in den Kapitalströmen.
Das könnte einerseits als Zeichen von Resilienz interpretiert werden – Anleger bleiben investiert und nutzen Schwäche zum Einstieg. Andererseits besteht das Risiko, dass die endgültige Kapitulation noch aussteht und ein finaler Ausverkauf bevorsteht, sobald die Geduld der Investoren erschöpft ist. Mark Newton von Fundstrat teilt die Einschätzung, dass das finale Tief noch nicht erreicht ist.
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