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Trotzdem stehen Aktien vor einer großen RALLYE // Dr. Martin Lück

Die Zeichen stehen auf Stagflation — steigende Ölpreise, teureres Gas und geopolitische Spannungen, die nicht nachlassen. Dennoch rechnet Dr. Martin Lück, Chefanlagestratege bei Franklin Templeton, mit einer großen Erleichterungsrally an den Märkten. Wie passt das zusammen? Warum hält sich Bitcoin so gut, während Gold schwächelt? Und was bedeutet ein möglicher US-Rückzug aus dem Iran-Konflikt für Anleger — kurzfristige Euphorie oder langfristige Enttäuschung?

Durée de la vidéo : 40:05·Publié 29 mars 2026·Langue de la vidéo : German
3–4 min de lecture·6,453 mots prononcésrésumé en 785 mots (8x)·

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Points clés

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Trump steckt in der Falle: Ohne Bodentruppen kein Regimewechsel, aber ein Rückzug bedeutet Gesichtsverlust. Der Iran hat verstanden, dass er nur durchhalten muss — nicht gewinnen.

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Eine Erleichterungsrally ist wahrscheinlich, sobald Trump den Krieg beendet oder konstruktive Gespräche verkündet. Die alten Allzeithochs werden dabei aber vermutlich nicht erreicht.

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Stagflationsrisiko bleibt: Selbst nach Kriegsende dürften Öl- und Gaspreise erhöht bleiben, da Infrastruktur zerstört ist und die Straße von Hormus langfristig Risiken birgt.

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Gold schwächelt, weil es vorher zu stark gestiegen ist und die US-Zinsen steigen statt zu fallen. Bitcoin zeigt hingegen Resilienz, da er nach der Korrektur wieder attraktiv wurde.

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Diversifikation ist jetzt entscheidend: Raus aus der US-Übergewichtung, rein in europäische und Emerging Markets sowie Infrastruktur — Militär, Nachhaltigkeit, langfristige Projekte.

En bref

Eine Erleichterungsrally ist wahrscheinlicher als ein weiterer Crash, doch die strukturellen Belastungen — höhere Energiepreise, Stagflations-Risiken und ein geschwächter Trump — bleiben. Anleger sollten sich breiter aufstellen, den US-Anteil reduzieren und auf Infrastruktur und Nicht-US-Märkte setzen.


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Trumps ausweglose Lage im Iran-Konflikt

Der Iran muss nicht gewinnen — nur durchhalten — und Trump fehlt ein glaubwürdiger Exit.

Dr. Martin Lück beschreibt die zentrale Asymmetrie des Konflikts: «Der Iran muss diesen Krieg nicht gewinnen. Der Iran muss nur lange genug aushalten.» Die USA hingegen können den Krieg nicht gewinnen, ohne Bodentruppen zu entsenden — ein Szenario, das ein «zweites Vietnam» bedeuten würde. Der Iran ist topographisch ideal für Guerillakriege: bergig, riesig, voller unterirdischer Tunnel. Trump hatte von «Regime Change» gesprochen, doch jeder Experte weiß, dass das nur mit Bodentruppen geht — eine Strategie, die von Anfang an inkonsistent war.

Der Iran hat seine Führungsstrukturen schnell erneuert und zeigt sich selbstbewusst: «Nö, wir haben überhaupt nichts gehört von den USA. Ach ja, und die haben uns einen Plan vorgelegt, aber das ist völlig lächerlich.» Die USA gehen die Abwehrwaffen aus, die Frequenz der Angriffe nimmt ab. Das Heft des Handelns ist von den USA zum Iran gewandert. Trump sucht verzweifelt eine «Offramp» — einen halbwegs gesichtswahrenden Ausweg — doch der Iran sieht keinen Grund, sich einem «Diktatfrieden» zu beugen.


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Warum eine Erleichterungsrally trotzdem wahrscheinlich ist

Trump wird den Krieg als Sieg verkaufen und nach Hause gehen — die Märkte werden erleichtert reagieren.

Ich halte eine solche Erleichterungsrally auf Sicht der nächsten vier Wochen für wahrscheinlicher als einen dramatischen Markteinbruch noch mal um 10 oder 15%.

Dr. Martin Lück


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Langfristige Folgen: Stagflation statt Bullrun

🛢️
Öl- und Gasknappheit
Zerstörte Anlagen, verminte Straße von Hormus, höhere Versicherungskosten — Energiepreise bleiben strukturell erhöht, auch wenn geschossen wird nicht mehr.
📉
Stagflationsrisiko
Hohe Inflation trifft auf stagnierende Wirtschaftsleistung. Anleger müssen mit seitwärts laufenden Märkten rechnen, nicht mit V-förmiger Erholung.
🚢
Lieferketten unter Druck
Selbst nach Waffenstillstand: Gefahren für Schiffswege, reduzierte Frequenzen, teurere Logistik. Der Iran hat begonnen, die Straße von Hormus zu verminen.

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Gold schwach, Bitcoin stark — die ungewöhnliche Marktreaktion

Gold litt unter vorherigem Bullenrun und steigenden Zinsen; Bitcoin profitiert von Portfolio-Rebalancing.

GOLD
Zu stark gelaufen für Safe Haven
Gold war im Vorfeld über 60% gestiegen — «normalerweise würde man sagen, das ist ein zu starker Kursanstieg, um da reinzuflüchten», so Lück. Zudem stiegen die US-Zinsen, statt zu fallen, was Gold als zinslose Anlage unattraktiv macht. US-Treasuries wurden bevorzugt.
BITCOIN
Resilienz nach Korrektur
Bitcoin fiel von 125.000 auf 60.000 Dollar, bevor der Krieg ausbrach. Die Korrektur machte das Asset wieder attraktiv. Während man erwartete, dass Krypto wie eine Techaktie abverkauft wird, sahen Investoren die Chance zum Wiedereinstieg — eine «Gegenbewegung zu Gold».

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Investmentstrategie: Raus aus den USA, rein in Diversifikation

Nicht-US-Märkte, Infrastruktur und langfristige Investments bieten besseren Schutz gegen Volatilität.

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US-Anteil reduzieren Das Risiko kommt aus der «erratischen Außenpolitik» Trumps. Höhere Gewichtung von Europa, Emerging Markets und Nicht-Dollar-Assets schützt vor weiteren Schocks.

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Infrastruktur aufbauen Militär, Nachhaltigkeit, langfristige Projekte — Bereiche, in denen massiv investiert wird. «Volatilität aus dem Portfolio nehmen, sich längerfristig investieren», so Lück.

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Dollar-Schwäche antizipieren Wenn der Krieg endet, wird der Dollar wahrscheinlich nachgeben. Ein diversifiziertes Portfolio profitiert dann von der Währungsverschiebung.


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Aktienmärkte zeigen Resilienz — aber Kapitulation fehlt noch

S&P nur 7% unter Allzeithoch, doch echte Bodenbildung braucht Verzweiflung, nicht Käufe.

💡

Aktienmärkte zeigen Resilienz — aber Kapitulation fehlt noch

Der S&P steht nur 7% unter seinem Allzeithoch — «das ist schon verwunderlich, wie robust die Aktienmärkte nach wie vor sind», so Lück. Doch bei jedem Rückschlag kamen Käufer zurück, die billiger einsammelten. Für eine echte Talsohle fehlt die Kapitulation: «Wir haben noch nicht gesehen, diese völlige Kapitulation, die man teilweise in Crashes sieht.» Das bedeutet: Der Markt schaut noch durch den Krieg hindurch — doch ob das anhält, hängt davon ab, wie lange die Unsicherheit bleibt.


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Personnes

Dr. Martin Lück
Chefanlagestratege bei Franklin Templeton Deutschland und Österreich; Gründer von MacroMkey
guest
Timo
YouTuber und Gastgeber
host
Donald Trump
US-Präsident
mentioned
Benjamin Netanyahu
Israelischer Ministerpräsident
mentioned
Ali Khamenei
Oberster Führer des Iran (verstorben)
mentioned
Mojtaba Khamenei
Sohn von Ali Khamenei, möglicher Nachfolger
mentioned

Glossaire
StagflationWirtschaftliche Phase, in der hohe Inflation und stagnierende oder schrumpfende Wirtschaftsleistung gleichzeitig auftreten — eine toxische Kombination für Anleger.
OfframpEin gesichtswahrrender Ausweg aus einem Konflikt; ein Weg, die Eskalation zu beenden, ohne als Verlierer dazustehen.
Prompt SpreadDie Preisdifferenz zwischen sofort verfügbarem Öl und Lieferung in der Zukunft; ein Indikator für Marktnervosität und kurzfristige Knappheit.
Risk OffMarktstimmung, in der Investoren riskante Assets verkaufen und in sichere Anlagen wie Staatsanleihen oder Gold flüchten.

Avertissement : Ceci est un résumé généré par IA d'une vidéo YouTube à des fins éducatives et de référence. Il ne constitue pas un conseil en investissement, financier ou juridique. Vérifiez toujours les informations auprès des sources originales avant de prendre des décisions. TubeReads n'est pas affilié au créateur de contenu.